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Wildhaus ll

Am Dienstag, gleich nach dem Dani Coiffeur Termin, - ach, sieht er wieder schick aus -  fuhren wir los. 
Bekannte aus Deutschland schrieben uns Tage zuvor, dass sie den gleichen Campingplatz ansteuern wollen und wir waren gespannt, ob wir sie dort antreffen. Tatsächlich, ihr Wohnmobil stand dort.
Kurz Hallo gerufen, unsere Sachen ausgepackt und eingeräumt und dann zu einem Schwatz zu ihnen. Das Ehepaar hat drei Stück 🐕 der gleichen Hunderasse wie der Slash. Ein gemeinsamer Gassigang war angesagt. So gab es Party für die Dogis und für uns Quaseln 🤗
Für den nächsten Tag verabredeten wir uns für eine kleine gemeinsame Wanderung zu den Tuhrfällen in Unterwasser.
Mittwochmorgen liess die Sonne ihre Strahlen leuchten. Warm war es bereits und bis zu über 20 Grad sollte es heute werden. Wir haben den 21. Oktober!
Mit den Autos - sie nahmen ihr WoMi - fuhren wir gemeinsam ins nächste Dorf Unterwasser. Dort trennen sich unsere Wege. Das heisst, wir zu dritt und mit 4 Hundis nahmen den Weg zu dem Wasserfall, der Rest hatte sich für die Chäserrugg entschieden. Bei dem Wetter, eine bestimmt gute Idee, mit der Erwartung einer tollen Fernsicht.
Mit viel Schwatzen liefen wir drei dem praktisch ausgetrockneten Flussbeet entlang, der sich langsam verjüngt durch den Wald führt. Na ja, Wasserfälle? Einer und der auch bescheiden stützt sich in die Tiefe. Kein Wunder, nach diesem regenarmen Jahr und Schnee, so erzählte man mir, gab es kaum.


Zurück ging es auf dem gleichen Weg. Da unsere beiden Fahrzeug nahe der Zahnradbahn parkiert war, trafen wir kurz danach wieder. Mit Freude erzählte uns der Bekannte, welch Erlebnis er auf dem über 2200 m/üM hohen Gipfel hatte. Zur Freude des mit genommenen Hund, der sich ausgiebig im Schnee wallen konnte. Cool


Zu einem gemeinsamen Nachtessen wurden wir eingeladen, das wir sehr mit unterhaltsamen Gespräche genossen. Danke, euch beiden!
Der nächste Tag war wetterbedingt wieder nur einladend schön und warm. Unsere Bekannte mussten leider heimfahren. Schade
Eigentlich wollte ich über Gamplüt den ‘Weg des Wassers’ laufen. Ich entschied mich spontan um und liess mich von Dani auf Unterwasser zur Talstation Chäserrugg fahren. Die Erzählung von gestern unddas schöne Wetter - Perfekter Entscheid.
Mit der Standseilbahn geht es hoch bis zur Mittelstation Iltios. Danach wird umgestiegen auf die Gondel, die zum östlichsten Gipfel - 2262 m üM - der sieben Churfirsten bringt.
Auf der Fahrt konnte ich ein paar, in der Sonne, liegende Gemse sehen. Gut getarnt in der felsigen Umgebung. Voll cool!
Oben angekommen, fast wie mitten im Winter, Schnee und eine Weitsicht vom Feinsten. Nicht nur ich war entzückt. Beide Hundis waren fast überfordert mit der Schneemenge; dort, nein, hier, ach nee,weiter vorne oder doch hinten, hat es noch mehr der weissen Pracht, zum sich wallen, eintauchen und schlecken/fressen
Um den Walensee zu sehen, hätte ich weiter seitlich und vor laufen müssen. Mit den so aufgekratzten Hundis war es mir zu riskant.
Auf der Gegenseite ist der Säntis wunderbar zu sehen, rechts daneben der Schafkopf, den wir gut vom Campingplatz erblicken können
Das sind die beiden einzigen Bergspitze die ich mit Namen kenne...
Gedanke über den Abstiegt hatte ich gemacht.
Es gibt drei unterschiedliche Routen. Zum Glück fragte ich einen Einheimischen, ob der von mir gewählte mit den Hunden machbar wäre. Eigentlich schon. Nur, der Schnee liege dort hoch und darunter sei der Weg kaum sichtbar. Er würde mir die moderate Strecke empfehlen, die gut zu laufen sei. Okay und folgsam zogen wir drei los. 
Na toll und wo sind die Wegweiser zu finden? Nur hie und da sah ich die Bezeichnung an den etwas leicht erhöhten Steinen und ein Weg, der kaum zu erkennen war. Dafür versank ich oft fast Knietief im Schnee. 
Ein junger Wanderer kam mir entgegen - der einzige auf meiner Talwanderung! - und den kickte ich gleich an, ob ich mich auf dem richtigen Weg befand. Jo, jo, alle gut, meinte er und ich solle doch die Hundis an die Leine nehmen. Gemse und Schneehühner sein zu sehen. Folgsam wie ich bin, Hundis wurden gleich angeleint. 

Und das war gut. Cookie hätte sich das bald entdeckte Federvieh zum Jagen nicht nehmen lassen.
Für mich ein wunderschöner Anblick und so viele! Noch nie konnte ich Schneehühner sehen und das noch dazu so nah
An der Leine gewohnt ruhig und brav sahen wir eine Weile diesen Tieren zu, bis wir unseren Weg fortsetzen.
Ganz nach der Handy-App blieb ich seitlich dem Skilift, der natürlich nicht in Betrieb war. Ein richtiger Weg war kaum zu sehen. Nur hie und da die Bezeichnungen auf den Steinen. Der Schnee wurdeweniger und wenn dann nur in den Vertiefungen der kraterdurchzogenen Wiese.
Wunderschön die Sicht ins Unterland. Gefällt auch der Cookie. 

So überwunden wir Meter für Meter. Der Weg, eher ein Trampelpfad, war wie durch ein Wunder da und bald erblickte ich die Mittelstation Iltios. 
Ein Blick über die Schulter zeigt, wie tief es rauf oder in meinem Fall, runter geht
Die mir bereits bekannten beiden Sempacherseen liessen sich durch die Bäume erblicken.
Ich fühlte mich noch so frisch, dass ich entschloss bis zu unserem Campingplatz zu laufen
Immer wieder den Blick zurück, von wo ich herkam
Quer über Wiesen bis ich wieder auf das Stück Strasse kam, die ich von der Wanderung an die beiden Seen, kannte. Durch das Waldstück über Wildhaus...
Runter zur Sprungschanze. 
Da üben kleine Kinder, im trockenen, das Skispringen. Wie lässig ist das denn
Nach über 4 Stunden, mehr als 1200 Höhenmeter, waren wir doch müde aber zufrieden beim WoMi angekommen. Ich muss zugeben, noch 1 Tag später spüre ich das Ziehen in meinen Beinen...
Heute Morgen wurde nach unserer gewohnten Gassirunde eingepackt und ins Unterland gefahren. Übermorgen fahren wir erneut dort hin und ich freue mich wie bolle darauf
Ein kleiner Einblick auf unsere täglich kurze Hunderoute, mal mit, mal ohne Freespee
🙋‍♀️😘

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