Horcajo de los Montes

Die Anreise hier her war, nach dem verlassen der Schnellstrasse, eine Herausforderung und Spektakulärfür den Driver. Dani konnte seine Fahrkunst zeigen. Wobei ich denke, er war öfters mal kurz voreinem Schweissausbruch. Ich konnte eine andere Seite Spaniens Wildnis geniessen und war natürlich begeistert.
Gefahren sind wir quer nach Osten, Richtung Madrid. Kaum Verkehr - Wann hatten wir den überhaupt mal, ausser kurz vor einer grösseren Stadt.
Erst kaum Erhöhung, sehr wenig Olivenbäume, viele Schafe und Kühe und viel Wildnis
Ich melde mich später: Es ist kurz vor 20 Uhr und wir gehen Essen.

Na, das war Reinfall pur, denn wir standen vor geschlossener Tür. Da gab es kurzerhand Spaghetti und den Tatort konnten wir auch sehen.

Weiter mit der Reise...
Das Navi lotze uns weg von der Schnellstrasse und danach wurde es immer enger. Höhenmeter mehr und wieder weniger. Die Strasse oft gerade aus und danach wieder kurvig und eine marode Qualität. Durchgeschüttelt wurden wir vier. Oft so eng, dass wir froh waren um den wenigen Verkehr, was schreibe ich da, es waren wohl ganze 2 Autos! Ein entgegenkommendes WoMi, wäre furchtbar gewesen. 
Gigantisch die Welt um uns!
Sehr wenige Dörfer und einzelne Höfe passierten wir, die sich Finca de... nannten. Ich war jeweils zu langsam mit dem Fotoapparat. Überhaupt, es ist alles andere als einfach Bilder,während der Fahrt, zu schiessen. Dani ist oft sehr flott unterwegs und entweder bin ich zu langsam, muss selber bestaunen oder die Fotos sind unscharf
Wir durchfuhren das Land der Korkeichen, ein immergrüner Laubbaum. Er erträgt Dürre, stellt geringe Ansprüche an die Bodenbeschaffungen und wird über 400 Jahre alt. Geerntete Bäume jedoch nur 150 bis200 Jahre. Ein einzelner Baum kann in seinem Leben, 100 bis 200 kg Kork liefern. Kork hauptsächlich (70 %) als Flaschenverschluss für den Wein, heute eher den teuren. Weiter auch für Wärme- undSchalldämmerung und weitere technische Anwendungen: Schuhsohlen und Bodenbeläge. Die Eicheln werden an die Schweine verfuttert.
Die Zentren der Korkprodukten liegen in Süd-Portugal und Süd-Spanien. Der Kork besteht aus abgestorbenen, mit Luft gefüllten, dünnwandigen Zellen und enthält Zellulose und Suberin. Die erste Ernte erfolgt nach 12 bis 15 Jahren bei einem Stammdurchmesser von 20 bis 30 cm. Danach alle 9 bis 12 Jahre, unter günstigen (warmen) Bedingungen alle 8 Jahre


Über vier Stunden Fahrt. Mitten in der Pampas. Auf einem CP der uns empfohlen wurde. Terrassenartig gestaltig, oberhalb des Dorfes Horcajo de los Montes. Von knapp 70 Plätze waren gestern 5 und heute, mit uns 2, belegt. In der Hochsaison bräuchte es die Reservierung. Dazu gehört ein überdachtes Swimmingpool. Das öffnet morgen. 
Das Wetter ist durchzogen, warm, wenn windig dann kühler. Raus aus dem CP und Leinenfrei, mitten in den Olivenbäume, weit und breit nichts - Passt
Merke eben, dass ich noch keine Fotis vom CP habe - mañana  😊

Heute sind wir mit den Rädern um die Olivenbäume und weiter gefahren. Ha, da suche sich mal einer einen anständigen Weg. Es war trotzdem lustig und unsere Pneus haben es unbeschadet überstanden.
Wir bleiben noch 2 Nächte und dann sind wir wieder „rädi „ für die Zivilisation 

Eine gute Nacht, bis uf bald 🙋‍♀️👋😘