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Skoganvarri und Finnland

Es tat so gut, einen reisefreien Tag. Herum zu hängen, lesen, spazieren und am Abend sich mit einer Pizza verwöhnen zu lassen. Regen wurde vor dem Mittag erwartet. Der war nett und liess sich bis zum Abend Zeit. Die Sonne, die sich immer wieder durch die Wolkendecke blicken liess, wärmte prima und unterstrich das herumhängen
Im Restaurant, dem CP zugehörend, assen wir diese Pizzen: Dani mit Salami und ich mit Rentierfleisch. Uns beiden schmeckte es irre gut 😊Zum Kaffee setzten sich ein Pärchen, die aus dem Thurgau kommen, zu uns und wir tauschten unsere Reiseerfahrungen aus. Lustig, sie waren zum gleichen Zeitpunkt am Nordkapp 
Heute fuhren wir weiter Richtung Finnland. Weder, Wälder soweit das Auge reicht. Eine Strasse die schnurgerade verläuft, mal hoch, mal runter und wieder, kaum Verkehr. Wir sind noch nicht mal in Finnland... 
Kurz vor der Grenze zeigte uns ein Wegweiser „Museum der Samen„ Das schauten wir uns an...
Die Samen sind ein indigenes Volk im Norden Fennoskandinaviens. Ihr Siedlungsgebiet erstreckt sich vom nördlichen Teil Schweden, Norwegen, Finnland und im Nordosten bis zu den Küsten des Weissen Meeres und der Barentssee Russland. Die ursprüngliche Sprache sind mit dem finnischen, ungarischen und samojedischen verwandt
Und dann kam die Grenze 👏
Ups, unspektakulär, nur angeschrieben und basta 😮 Keine Grenzwärter, einfach nichts. Also, gut, dann durchfahren 😊
Wir wollten unbedingt frei campieren und wo geht das am besten? In Finnland. Bald fanden wir einen Weg abseits der Strasse und das Plätzchen im lauschigen Wald war schön. Ausgestiegen und gleich attackiert von gefühlten tausenden Mücken. Wir haben ja viel und gute Antisprays und es wirkte.
Wie immer, der Gassigang und die Erkundung der Umgebung ist für mich Pflicht. Cookie konnte nicht mit, da sie nicht durch das dichte Unterholz kam. So lief ich mit Slash durch den dichten schönen Wald. Weiter auf eine Lichtung, zum nächsten Waldbestand und wieder auf eine Lichtung...
Vorab darf ich schreiben, dass ich über einen ausgesprochen guten Orientierungssinn verfüge.
Zeit wurde es umzukehren und den Weg wieder zurück zu laufen. Hier ein Blümchen, da ein schöner Baumstumpf...
Warum stehe ich im Sumpf, der vorhin nicht da war 😮? Da mein Natel immer noch kein Internet hat und wenn nur über WILAN funktioniert, konnte ich die Ortapp auch nicht aktivieren. Warum auch immer, ich versuchte Dani anzurufen und ich hatte ihn am Handy - Wue geht denn das? Egal. Ich war froh, sehr froh seine Stimme, in dieser verlassenen Gegend zu hören.
Schaaatzi, ich weiss nicht mehr wo ich bin. Du, wo steht bei dir die Sonne? Aha, vom WoMi vorne oder hinten? Ja, so, dann laufe ich zur Sonne. Noch mehr Sumpf und noch tiefer. Slash gefiel es immer mehr und meine Schuhe und Socken trieften
Erneut telefoniert: Kannst du mal Hupen? Ich höre nichts.? Autos, nö, die höre ich auch nicht...
Verdelli, wo sind wir nur...? 
Wo steht jetzt bei dir die Sonne jetzt? Nein, so wie ich weggelaufen bin. Links von mir sollte sie stehen? Gut, dann laufe ich so weiter...
Urplötzlich stand ich vor einem schmalen Fluss, den ich nie zuvor gesehen hatte. Links und rechts schlängelte er sich endlang. Welche Richtung muss ich? Da hörte ich gerade aus Autos. Täschchen und Fotoapparat in die Höhe und durch das Wasser durch. Zum Glück war es nur Knie tief. Slash fand, uh geil, endlich äckschen und von mir rede ich mal nicht...
Da, vor mir die Strasse. Uff, Gottlob! An der Strasse angekommen, stellte sich die Frage rechts oder links? Anrufen: Duuu,u, wo steht die Sonne? Duuu,u, wann hörst du das Auto, das eben an mir vorbei fuhr?
Nein, ich habe keinen Kompas auf meinem iPhone...

Urplötzlich rannten wieder die selben Rentiere auf der Strasse, die wir an der Hinfahrt gesehen hatten. Lacht nicht, es waren die gleichen, denn das eine lief mit derart schwingendem Hinterteil,wieich es nie zuvor sah
Dani rief mich erneut an: Ich packe alles zusammen und fahre dir entgegen, meinte meine gute Hälfte. War mir noch so recht und dann sah ich das WoMi, unser Camper, mit einem grausig lachendem Dani hinter dem Steuer.

Fazit: Frei Campieren, nichts für uns und nie mehr, denn die Mücken frasen uns regelrecht auf und... 🙊🙈☺️
Die Bilder kommen morgen
🙋‍♀️👋

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